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Anabole Steroide und Anabolika

Bodybuilding hat im Bezug auf Doping, neben dem Radsport, den wohl schlechtesten Ruf. Für viele Leute ist man, wenn man Bodybuilding betreibt, damit auch gleich ein Anabolika-Konsument.

Begriffserklärung: Steroide / Anbolika

Anabolika ist ein Überbegriff und steht für alle Substanzen, die den Aufbau von körpereigenem Gewebe fördern. Zu den Anabolika zählen, als ihre bekanntesten Vertreter, die anabolen Steroide. Synthetische Varianten des männlichen Sexualhormons Testosteron werden als anabole Steroide bezeichnet. Diese Stoffe finden in der Medizin zur Behandlung bestimmter Krankheiten oder Symptome und auch im Sport, zur Leistungssteigerung, Anwendung. Die Anabolen Steroide besitzen immer zwei Wirkungen. Die anabole Wirkung ist die erwünschte Wirkung des verbesserten Muskelaufbaus und gleichzeitigen Körperfettabbaus (Diese Wirkung tritt auch bei der Steroid-Einnahme nur bei gleichzeitigem Training ein). Die zweite Wirkung ist die androgene Wirkung, dies ist ein unerwünschter Nebeneffekt. Unter der androgenen Wirkung versteht man den Einfluss der künstlichen Hormone auf die inneren und äußeren Geschlechtsmerkmale (siehe Nebenwirkungen). Es gibt Präperate bei denen die andogene Wirkung weniger stark ist, da ist sie aber immer.

Leider ist es tatsächlich so, dass die Einnahme von anabolen Steroiden den Muskelaufbau beschleunigt. Wichtig ist aber, dass jeder, der mit dem Gedanken spielt, anabole Steroide zu sich zu nehmen, sich des damit verbundenen Risikos bewusst ist und dies nicht leichtfertig tut. Risiko und Nutzen sollten unbedingt vorher gegeneinander abgewogen werden.

Mögliche Nebenwirkungen

  • Schädigung an Herz und Gefässen
  • Prostata-Vergrösserungen bis hin zum Prostatakrebs
  • Leberschäden
  • Vermännlichung bei Frauen (stärkere Körperbehaarung, Veränderung des Menstruationszyklus, Vergrösserung der Klitoris und eine tiefere Stimmlage)
  • Gynäkomastie (Brustbildung) bei Männern (Davon sind ca. 50% der regelmässigen Anabolika Konsumenten betroffen)
  • Bei Männern kann es zu einer Hodenatrophie, sowie einer Hemmung der Spermienproduktion kommen
  • Kleinwuchs bei Jugendlichen (Bei Jugendlichen, die Anabolika konsumieren, kann es zu einem vorzeitigen Schluss der Wachstumsfugen kommen. Mit Kleinwuchs als Folge.)
  • Akne
  • Haarverlust
  • gesteigerte Aggression
  • Depression
  • Knochenbrüchigkeit

Steroide in der Jugend: Besonderes gefährlich

Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zeigt Probleme auf, die im Zusammenhang mit Anabolika stehen. In einem Bericht von 1993 werden die Ergebnisse einer amerikanischen Untersuchung festgehalten. 6 Prozent der befragten 3403 Knaben im Alter zwischen 14 und 18 Jahren haben bereits ein- oder mehrmals anabole Steroide eingenommen. Interessant dabei ist die Tatsache, dass 35,2 Prozent dies taten, ohne Absicht jemals an Wettkämpfen teilzunehmen oder in Schulmannschaften mitzuwirken. Aber gerade bei Jugendlichen kann sich der Eingriff in den Hormonhaushalt verheerend auswirken. Von den äusserlichen Veränderungen einmal ganz abgesehen. Haarausfall, Veränderungen der sekundären Geschlechtsmerkmale, Akne sind zwar am auffälligsten. Aus medizinischer Sicht beunruhigender ist aber, was die anabolen Substanzen im Innern bewirken. Der Hormonhaushalt wird stark beeinflusst und das physiologische Gleichgewicht massiv gestört. Während sich bei normalem Muskelaufbau Sehnen und Knochen harmonisch anpassen, wächst mit Hilfe von anabolen Steroiden nur der Muskel. Sehnen und Knochen bleiben unverändert und geben gelegentlich nach. Sehnenrisse und Knochenabsplitterungen sind keine Seltenheit.

Agressiver durch Anabolika?

Wissenschaftler vermuten auch schon länger, dass die künstlichen Sexualhormone  aggressiv machen könnten. Immer wieder finden Gerichtsmediziner im Urin von Vergewaltigern, Bankräubern oder Schlägern Anabolika. In Schweden, Australien und den USA wurden schon brutale Mordfälle mit dem Konsum der verbotenen Muskelaufbaupräparate in Verbindung gebracht. Und in England existiert eine Selbsthilfegruppe von geschlagenen Frauen, deren Männer sich mit Anabolika dopen. Kann eine Hormonkur aus einem Bodybuilder einen Gewalttäter machen? Schwedische Forscher des Instituts für pharmazeutische Biowissenschaften an der Universität in Uppsala liefern jetzt neues und erdrückendes Beweismaterial für die Gefährlichkeit dieser Mittel:  Wissenschaftler spritzten Ratten zwei Wochen lang täglich eine Dosis des Anabolikums Nandrolon. Diese Substanz steht auf der Dopingliste und gleicht dem männlichen Sexualhormon Testosteron. Therapeutisch wird es bei Osteoporose und Blutarmut eingesetzt. Über die massiven Auswirkungen der Kur staunten selbst die Wissenschaftler: Die Versuchstiere verteidigten ihr Revier mit brutalster Gewalt. Noch ein 6 Monate nach der Hormonkur waren die gedopten Ratten aggressiver als ihre Artgenossen. Die Ursache für die anhaltende Wesensänderung liegt im Gehirn der Tiere. Die Hirnchemie der Nervenbotenstoffe Serotonin und Dopamin war empfindlich aus dem Gleichgewicht geraten. Beide Substanzen sind wichtig für die Selbstbeherrschung. Sie spielen eine Rolle, wenn im Kopf die Entscheidung gegen einen Wutausbruch fällt. Erklärt wäre damit möglicherweise auch ein zweiter vermuteter Effekt der Anabolika: Depressionen. Sie hängen ebenfalls mit dem Serotonin im Hirn zusammen.

Wenn Hoden schrumpfen...

Das gängige Klischee wird neu definiert: Nicht das Gehirn schrumpft bei Bodybuildern, die zu illegalen Substanzen greifen, die Hoden sind es, die schrumpfen.

Ein Erfahrungsbericht:

Kurt W. (Name geändert), 34, nimmt seit sieben Jahren anabole Steroide. Für 180 Zentimeter Körpergrösse, waren ihm 65 Kilogramm zuwenig. Schnell wollte er mit Hilfe von Anabolika Muskeln anlegen. «Das war ein Fehler», sagt er heute, «ich habe am Anfang zuviel genommen.» Als seine Hoden auf Erdnussgrösse geschrumpft waren, hat er damit aufgehört. «Ich musste meine Eier suchen», witzelt er. Auch die Brustdrüsen seien ihm damals angeschwollen. Seinen Körper habe er jetzt im Griff, sagt er, und kenne die richtige Dosierung, und vor allem seien die Produkte, die er sich in den Hintern spritzt, von bester Qualität, «nicht das billige, gestreckte Zeugs von früher». Akne sei der einzige negative Nebeneffekt, den er noch habe. «Sonst ist alles wieder normal », sagt er. 95 Kilogramm wiegt er heute, und er freut sich, «ein Supergefühl». Kurt W's Frau, hat nichts gegen die Anabolika-Einnahme ihres Mannes. Probleme hat sie nur mit seinen Kleidern. «Mein Mann braucht verschiedene Grössen, von 48 bis 54, je nachdem, ob er in der Aufbau- oder der Diätphase ist.» Die «Kuren», wie Insider den Anabolika-Konsum nennen, alternieren mit Phasen, in denen nichts genommen wird. Der Körper soll sich nach einer zwei- bis dreimonatigen «Kur» ebensolange wieder erholen. Dabei fällt die Muskelmasse, sofern zuviel Chemie verwendet wurde, bis weit über die Hälfte wieder zusammen. «Schlucken allein, das nützt gar nichts, eisernes Training ist entscheidend», sagt W. Sonst hätte das ganze, keinen Sinn. Fast alles, was auf dem Schwarzmarkt erhältlich ist, hat Obrist in den vergangenen Jahren genommen: Parabolan, Primobolan, Deca-Durabolin, allesamt Abkömmlinge des männlichen Geschlechtshormons Testosteron. Täglich produzieren die Hoden wenige Milligramm dieses Hormons, genug, um die sekundären Geschlechtsmerkmale eines Mannes zu bestimmen: Stimme, Bartwuchs, den Körperbau im allgemeinen. Testosteron reduziert den Fettgehalt und fördert das Muskelwachstum. Wird dem Körper zusätzliches Testosteron verabreicht, kann die Eigenproduktion aussetzen. Sowohl die Testosteronzellen als auch die Samenzellen ziehen sich zusammen, und die Hoden schrumpfen. Impotenz kann die Folge sein.

Anabole Steroide als einfacher Weg?

Anabole Steroide mögen manchem als "einfacher Weg" erscheinen, die gewünschten Ziele einfach zu erreichen. Betrachtet man die Nebenwirkungen, kann meiner Ansicht nach die Entscheidung aber nur gegen die Verwendung von anabolen Steroiden ausfallen. Durch ein besseres und härteres Training und entsprechende Ernährung könnten aber die meisten, die Doping in Betracht ziehen, bessere Ergebnisse erzielen, und dies ohne irgendwelche Nebenwirkungen. Ich kann nachvollziehen, dass ein professioneller Radsportler, der mit dem Radsport sein Geld verdient und seine Familie ernährt, sich auf Grund sinkender Leistung, zu Doping-Gebrauch gezwungen sieht und sich dabei auch der Risiken bewusst ist. Betreibt man aber Bodybuilding-Training als Hobby, dann ist es einfach nur dumm, solch grosse Risiken einzugehen.

Meine Wertung: Sinnlos, da das Risiko zu hoch ist.



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